An dem Aufenthalt nahmen vier Jugendlichen teil, begleitet von den Erziehern Vanessa, Sarah und Rachid. Die Reise führte zunächst nach Briançon/Montgenèvre und in die Alpen und anschließend über Nice/Carros nach Monaco, Cannes und an die Côte d’Azur. Ziel des Projekts war es, den Jugendlichen außerhalb ihres institutionellen Alltags eine abwechslungsreiche Erfahrung zu ermöglichen, die sportliche Aktivitäten, kulturelle und touristische Entdeckungen, gemeinschaftliches Leben sowie Erholungsphasen miteinander verband.
Zu den zentralen pädagogischen Zielen gehörten die Förderung von Gruppenzusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung, Solidarität, Selbstständigkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Anpassungsfähigkeit und dem Überwinden persönlicher Grenzen. Gleichzeitig sollten die Jugendlichen lernen, Anweisungen zu beachten, gemeinsam zu handeln und neue Lebensräume und Umgebungen kennenzulernen.
Der erste Teil des Aufenthalts in den Alpen war vor allem durch Naturerlebnisse und sportliche Aktivitäten geprägt. Bereits die Fahrten und Zwischenstopps ermöglichten den Jugendlichen, Berglandschaften, Seen, Flüsse und Ortschaften kennenzulernen, die sich deutlich von ihrem gewohnten Umfeld unterscheiden. Besonders Canyoning und Rafting boten zahlreiche pädagogische Lerngelegenheiten. Die Jugendlichen mussten Ängste und Unsicherheiten überwinden, den Anweisungen der Fachkräfte folgen, Ausdauer zeigen, anderen vertrauen und persönliche Grenzen überwinden. Beim Rafting standen insbesondere Zusammenarbeit, Aufmerksamkeit und Teamgeist im Mittelpunkt, da der Erfolg der Gruppe vom Beitrag jedes Einzelnen abhing.
Der zweite Teil an der Côte d’Azur mit Nice, Monaco und Cannes war stärker auf touristische und kulturelle Entdeckungen, Spaziergänge, Meer und Freizeit ausgerichtet. Die Jugendlichen lernten unterschiedliche Städte, Landschaften und Lebenswelten kennen und konnten Orte unmittelbar erleben, die ihnen teilweise zuvor nur aus Medien oder sozialen Netzwerken bekannt waren. Erholungszeiten mit Pool, Whirlpool und Sauna sorgten gleichzeitig für einen ausgewogenen Wechsel zwischen körperlicher Aktivität, Freizeit und Regeneration.
Aus pädagogischer Sicht zeigte der Aufenthalt zahlreiche positive Effekte. Gefördert wurden insbesondere Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen, der Umgang mit Emotionen, Selbstständigkeit, gegenseitige Unterstützung, das Befolgen von Anweisungen sowie Team- und Kooperationsfähigkeit. Das gemeinsame Erleben des Alltags außerhalb der Einrichtung bot zudem zahlreiche informelle Gesprächsmöglichkeiten und stärkte die pädagogische Beziehung zwischen Jugendlichen und Fachkräften.
Insgesamt wurden die vorgesehenen Ziele des Aufenthalts erreicht. Die Verbindung von Sport, Natur- und Kulturerlebnissen, Erholung, Gemeinschaft und pädagogischer Begleitung ermöglichte den Jugendlichen positive und wertschätzende Erfahrungen. Sie konnten ihre eigenen Fähigkeiten erleben, gemeinsam Herausforderungen bewältigen und bleibende Erinnerungen schaffen. Die während dieser zehn Tage gemachten Erfahrungen und erworbenen Kompetenzen können auch in der weiteren pädagogischen Begleitung aufgegriffen und genutzt werden.