Neugierig, bewegungsfreudig und ständig in Entwicklung:
Seit einigen Wochen leben vier Lämmer auf unserem pädagogischen Bauernhof und bringen neue Dynamik in den Alltag. Sie erweitern das tiergestützte Angebot auf eine besondere Weise.
Bei den Lämmern handelt es sich um sogenannte Flaschenlämmer. Sie wurden aufgenommen, weil sie ohne zusätzliche Unterstützung keine ausreichende Überlebenschance gehabt hätten. Durch die intensive Versorgung erhalten sie die Chance auf ein gesundes Heranwachsen in der Herde. Gleichzeitig entsteht eine gewisse Nähe zum Menschen, die in der pädagogischen Arbeit unterstützend wirkt und stets unter Berücksichtigung des Tierwohls erfolgt.
Die Versorgung der Lämmer ist fest in den Alltag des Hofes eingebunden. Die Jugendlichen übernehmen Aufgaben wie das Füttern oder die Pflege und erleben dabei unmittelbar, wie wichtig regelmäßige Fürsorge ist. So werden Verantwortungsbewusstsein, Selbstwirksamkeit, Zuverlässigkeit und Empathie auf natürliche Weise gefördert. Die direkte Rückmeldung durch die Tiere macht diese Erfahrungen besonders greifbar.
Gleichzeitig stehen die Lämmer für einen Entwicklungsprozess: vom abhängigen Jungtier hin zu einem eigenständigen Herdentier. Die Jugendlichen können diese Entwicklung miterleben und beobachten, wie sich Verhalten und Zusammenleben innerhalb der Gruppe verändern.
Die Lämmer wurden schrittweise in die bestehende Herde integriert. Dabei lernen sie von ihren Artgenossen arttypisches Verhalten und finden ihren Platz innerhalb der Gruppe. So entsteht eine Verbindung zwischen individueller Betreuung und sozialer Einbindung – Aspekte, die auch für die Entwicklung der Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen.
Auch über die Aufzucht hinaus bleiben die Tiere ein fester Bestandteil des Hofes. Sie wachsen zu Schafen heran und werden weiterhin in die pädagogische Arbeit einbezogen. Dadurch entsteht ein nachhaltiger Lernraum, in der Entwicklung, Verantwortung und Beziehung über einen längeren Zeitraum erfahrbar werden.
Wir freuen uns darauf, das Heranwachsen der Tiere und die damit verbundenen Erfahrungen der Jugendlichen zu begleiten.
Aktuelles/News
März 30, 2026